Der Kongress für integrale Politik 2012

HOLON - Netzwerk für integrale Entwicklung

Seit der ersten Vorbereitungstagung in Dornach, vom August 2010 hat das Kongressprojekt Formen angenommen. In Dornach wurde durch die Vertreterinnen und Vertreter von ip, HOLON, Die Violetten, Talent und der Konvergenzgesellschaft folgende Projektidee angenommen:

Generelle Ziele

Es sollte eine integrale Bewegung entstehen, welche

1 den Ohnmachtsgefühlen der willigen (vor allem kulturkreativen) Menschen entgegenwirkt,

2 allmählich eine Identität zwischen jenen Menschen herstellt, damit sie sich als Bewegung von unten verstehen lernen,

3 dadurch einen gemeinsamen Handlungswillen erzeugt,

4 durch den entstehenden Sog weitere, bisher eher zögernde Menschen motiviert.


Der Charakter der Bewegung

Die Bewegung soll wie ein großer, sich verstärkender, lebendiger friedlich Atemstrom sein, der national und international anerkannte Gesetze und Vereinbarungen respektiert. Sie wird nicht durch einzelne greifbare charismatische „Führerinnen" geleitet, wenngleich es durchaus führende neben nur teilnehmenden Menschen geben muss, damit der Prozess in Gang bleiben kann. Tendenziell soll jeder Mensch der Bewegung auch „vorne" stehen können. Die Bewegung soll auch dann stabil bleiben können, wenn ihre Erstinitiatorinnen einmal nicht mehr dabei sein können. Sie nutzt mit möglichst minimalem Finanzaufwand bestehende Strukturen und bedient sich modernster medialer Technik. Es gilt schrittweise Gruppierungen, Organisationen und NGOs, die zurzeit noch mehr oder weniger nebeneinander her arbeiten, zu vernetzen. Dadurch entstehen gebündelte Kräfte von unten, die sich dann an die einzelnen Menschen wenden können und bei denen diese Menschen ein geistiges „zu Hause" finden.


Der erste Schritt: der multizentrierte Kongress 2012

Im Jahr 2012 sollen - als erster Schritt - im europäischen Raum durch Vernetzung größerer und kleinerer Gruppierungen und Organisationen in verschiedenen Ländern an möglichst vielen Orten „Lichtinseln" entstehen. Zwischen Mai und August 2012 soll jede dieser „Lichtinseln" einen mehrtägigen Kongress veranstalten, der im Vorfeld, während seines Verlaufs und danach medial so stark wie möglich ausstrahlt. Mit einem gemeinsamen, noch zu findenden Motto wird ein „thematisches Energiefeld" angestrebt, das sich nach innen mit einem neuen integralen Politikverständnis auseinandersetzt. Nach außen sendet es einfache Botschaften an die willigen Menschen mit der Aufforderung, sich unserer Bewegung anzuschließen: „Schaut, ihr seid nicht alleine mit eurer Unzufriedenheit“; „Lasst uns nun beginnen dem Souverän die Macht zukommen zu lassen, die ihm gebührt“; „Durch die Unterstützungen von Parteien wie ip und Die Violetten, etablieren wir die politischen Kräfte zur Umgestaltung“; „Wir vereinigen uns auch mit allen willigen wirtschaftlichen Kräften, die nachweislich an der neuen integralen Kultur mitbauen“; und anderes.

Ein kulturelles Erdbeben

Es soll ein kulturelles „Erdbeben" entstehen, indem alle Kongressteilnehmerinnen, „Lichtinselbewohnerinnen" aber auch all jene Menschen, die durch die Medien Kenntnis von den Bestrebungen genommen haben, noch zu vereinbarende, gemeinsame Handlungen ausführen. Diese sollen symbolisch-politische Bedeutung haben und in der Öffentlichkeit ein deutliches Zeichen setzen. Dadurch wird deutlich, dass der Souverän, wenn er seine Kräfte bündelt, die eigentliche politisch-demokratische Macht besitzt.

Ausblick

Wichtig ist zu erwähnen, dass das Ereignis 2012 nicht das Ziel sondern ein Beginn ist: Wir beginnen damit, dieses Netzwerk - die Lichtinseln - nicht nur zu erhalten sondern deren Zahl zu vergrößern, indem ständig neue Partner gesucht werden, kleine und große.

Wir sind uns vollkommen im Klaren darüber, dass wir nicht in kurzer Zeit das Ruder in der Welt herumreißen können. Wir haben auch nicht den Anspruch „die Welt zu retten". Wir möchten als mündige Bürger einen Beitrag zum Kulturwandel leisten und vertrauen darauf, dass wir Menschen treffen, die uns unterstützen. Es wird Geduld, Willenskraft und Mut in Anspruch nehmen, Erfolge zu erzielen. Wir sollten aber unbedingt beginnen !

Doch: Europaweite Kongresse, Mobilisierung von Millionen Menschen, ist das zu schaffen ?

Wir besitzen heute mit Internet und E-Mail sowie den elektronischen Medien hervorragende Mittel, um schnell, ohne allzugroßen Kostenaufwand viele Menschen zu erreichen. Diese Ziele können aber nur erreicht werden, wenn bestehende Organisationen und Gruppierungen aus ihrem isolierten Handeln heraustreten und kooperieren. Dann werden bestehende Strukturen und Erfahrungen effizient vernetzt; dann kann durch den Schneeballeffekt allmählich ein lebendiges, großes Netzwerk entstehen, das ohne Hierarchien wächst, Botschaften aussendet, Menschen neuen Mut spendet und sie zum konkreten gemeinsamen Handeln motiviert. Durch die Lichtinseln können sich die Menschen regional orientieren. Wir sind davon überzeugt, dass noch viele andere Gruppierungen und Organisationen ähnliche Projekte anstreben, wir sind selbstverständlich dafür offen. Nicht zuletzt sollte es Freude machen, Menschen kennen zu lernen, die auf demselben Weg schreiten wie wir selbst.

Joachim Pfeffinger
Mitglied des KIP - Programmrates




Bilder vom Vorbereitungstreffen 2008 in Arbogast



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